Über mich

Ich beim angeln in der Stadt-Spree

Mein Name ist S. Fervers und ich bin leidenschaftlicher Angler. Manchmal vielleicht zu leidenschaftlich, wie dieser Blog beiweist. In jeder Minute meiner Freizeit beschäftige ich mich mit unserem lieblings Hobby, dem Angeln. Zu meinem Glück ist die Liebe zum Fisch auch auf meine Söhne übergegangen, sodass ich die Kleinen hin und wieder mit ans Wasser nehmen kann, sonst würde der Haussegen wohl öfter wegen meines Hobbys schief hängen. Das schöne an unserer Leidenschaft ist, wie ich finde, dass es so abwechslungsreich ist. Es gibt verschiedene Gewässer mit unterschiedlichen Fischarten, wunderschöne Köder und Ausrüstung zum nutzen und sammeln, sowie jede Menge spannender Geschichten zu erzählen und man lernt nie aus. Mein Ziel ist es, an so vielen Orten wie nur irgendwie möglich zu angeln und so viele verschiedene Fische in den Kescher zu bekommen wie Petrus zulässt. Mit diesem Blog möchte ich alle daran teilhaben lassen, die es interessiert. Am liebsten Fische ich im Meer. Meeresangeln ist meine Passion. Mindestens einmal im Monat fahre ich aus Berlin zur Ostsee, um vom Boot aus auf die Bewohner des Binnenmeeres zu angeln. Vom Dorsch bis Wittling, ob Makrele oder Hering ich versuche alles an den Haken zu locken. Der Monat Mai ist für die Hornhechte reserviert, die an unsere Küsten kommen und sich so wunderbar in Wathose von Ufer nähe fangen lassen. Herrlich!

Hier angele ich in der Türkei mit meiner Sportex Travel-Rute Neptoon 2,40m 80g Reiserute auf Wolfsbarsch

Aber auch den Süßwasserfischen bin ich nicht abgeneigt, waren das ja auch meine Anfänge. Ich genieße jede Minute auf der Jagd nach den Bewohnern unserer Flüsse und Seen. Wenn mich jemand fragt, würde ich mich als Allroundangler bezeichnen. Ich liebe Angeln überall und zu jeder Zeit. Wann und Wo es möglich ist angele ich und wenn es nicht möglich ist, lese ich Bücher übers angeln.

Das erwartet euch auf meinem Blog

Ich werde auf diesem Blog über (für mich) besondere Angelerlebnisse, Angelreisen und Gewässer berichten. Gerne möchte ich euch auch Ausrüstung z.B. für die Ostsee präsentieren. Kurz gesagt, möchte ich die interessanten Seiten des Anglerlebens mit euch teilen. Die langweiligen Schneidertage nutze ich zum Blog schreiben ;).

Geduld zahlt sich aus

Beim Angeln im Winter, denken die meisten wahrscheinlich an dicke Döbel, runde Karpfen oder schöne Hechte. Jedoch die wenigsten ans Aalangeln. Das kann ich auch niemandem verübeln, da der Aal den Winter in der Regel nicht in unseren Gewässern verbringt. Nun, da ich aber leidenschaftlich gerne auf Aal angele, wollte ich mir das auch im Winter nicht nehmen lassen. Egal wie aussichtslos mein Unterfangen auch sein mochte. Also packte ich mir mein Aal-Tackle und eine große Packung Tauwürmer ein und machte mich auf den Weg zur Stadt-Spree. Mit einem klaren Ziel vor Augen. ICH WILL AAL. Meine Angelkollegen lachten mich nur aus: „Aal im Winter? Vergiss es!“: Doch ich wusste, wenn es auch nur einen Aal in der Spree geben würde, landet er bei mir am Haken. Ich angelte mit einer einfachen Grundmontage. Ich angle die Montage an einer Balzer – Magna MX-3 Gorilla. Als Köder verwendete ich einen Tauwurm, den Wurm wie eine Ziehharmoniker bis zur Hälfte auf den Harken. Die andere Hälfte des Wurms soll sich frei am Harken bewegen können.

Tauwurm aufgezogen auf einen Balzer Camtec Aalhaken an meine Grundmontage

Es besteht kein Zweifel, das Aal kein Fisch ist den man regulär im Winter beangeln kann oder sollte. Aber ich hatte total Lust auf Aalangeln, egal wie Abwegig das im Winter auch sein mag. Und so vergingen zwei Tage am Wasser, an denen ich nicht einen einzigen Aal fing. Über die Friedfische, die meinen Kollegen ein lächeln ins Gesicht zauberten, konnte ich mich nur halb erfreuen. Als ich dann am dritten Tag schon vollkommen entmutigt und desillusioniert mein Angelgeschirr einpacken wollte, geschah es. Während ich einkurbelte um mich auf den Heimweg zu machen, kam der Biss. Schon beim Drillen wusste ich, das ist mein Zielfisch. Die Schwanzhiebe an der Rute sind unverwechselbar. Als sich die Silhouette an der Wasseroberfläche andeutete, war mir klar, das ist kein Schnürsenkel. Der Aal hatte eine länge von ca. 90 cm. War zwar kein Riese, aber dafür, dass es sich um einen Aal mitten im Winter handelte, für den ich drei Tage angelte, war er der Riese meines Herzens.

Ganz klar, der Aal im Winter ist ein Zufallsfisch. Und trotzdem, Geduld und Hartnäckigkeit zahlen sich am Ende immer aus.

S. Fervers